Minimalismus Teil 2

Aktualisiert: 24. Jan 2019

Im letzten Beitrag berichtete ich über meine Anfänge und wie ich zum Minimalismus kam, was mich inspirierte, was ich suchte, was ich loswerden wollte. Ich wollte und will #einfachleben, also mein Leben vereinfachen.

Dazu gehören mittlerweile immer weniger Dinge. Menschen und Momente sind es, die mich bereichern, die mich glücklich machen. An sie erinnere ich mich gerne, sie zaubern mir mehr Lächeln ins Gesicht als alles andere. Das heißt aber demzufolge nicht, dass ich gar keine Dinge mehr besitzen möchte. Nein, im Gegenteil. Aber die Gegenstände, die es "schaffen", in meinem Leben zu bleiben, sind dafür umso kostbarer. An ihnen hängt mein Herz. Mich mit ihnen zu umgeben ist wertvoll, sie bereichern mein Herz, mein Haus, mein Leben. Denn sie wurden quasi auserwählt, auserkoren aus so vielen vormals vorhandenen Sachen, die da mein Dasein bereicherten. Das Gefühl, durch die Räume zu schlendern und nur noch von Lieblingsgegenständen umgeben zu sein ist unbeschreiblich. Ich will es trotzdem versuchen, obwohl man dies schwerlich in Worte fassen kann.

Herzensdinge, die mich glücklich machen, weil sie eine Rolle in meiner Realität spielen. Dinge aus der Vergangenheit, die mich auch in Zukunft umgeben sollen, weil sie mir ein gutes Gefühl geben. Diese zu betrachten und zu spüren gibt Kraft. Keine negativen Erinnerungen sind damit verwoben. Jedes Etwas an seinem dafür bestimmten Platz, den ich dafür bestimmt habe.


Deshalb ist nun auch das Aufräumen an sich kein großer Akt mehr. Es muss nicht mehr überlegt werden, wohin damit. Der Platz ist klar definiert. Somit können Gegenstände nach Gebrauch einfach wieder zurückgeräumt werden, ohne von A nach B verschoben zu werden. Das ist für mich die größte Erleichterung an dieser Lebensform Minimalismus. Wenige, für mich wichtige Dinge besitzen, die alle ihren festen Platz haben und dort nach Benutzen wieder verstaut werden können. So dass die Ordnung wieder gewahr ist. Scheinbar beruhigt das meinen Kopf und auch mein Herz. Um diese Dinge muss ich mir dann keine Gedanken mehr machen, kann mich beruhigt auf das Wesentliche konzentrieren. Mich entspannen, lesen, spazieren gehen...

So kann man wertvolle Zeit doch wahrlich sinnvoller nutzen, oder? Ist Zeit denn nicht das wertvollste Gut überhaupt? Sie kommt nicht wieder, verrinnt unwiderbringlich. Aus ihr das Schönste und Beste zu machen ist mein Lebensziel. Und mein Tool dafür ist der Minimalismus.