• petra b.

Heute im Interview: Johanna Katzera von "Einfach achtsam"

Aktualisiert: Okt 19


Ich freue mich sehr, dass ich euch heute einmal wieder eine tolle Frau vorstellen darf - nämlich Johanna Katzera. Johanna und ich haben uns bei Instagram "gefunden", weil wir unsere Profile entdeckt haben und sofort von uns begeistert waren. So schön, oder? Nachdem ich Johannas Profil angeschaut habe und darauf auf ihrer Website gelandet bin, habe ich sie spontan per Sprachnachricht kontaktiert. Weil ich genau die Themen Achtsamkeit, Minimalismus, Zeit für sich, einfach leben gerade sehr präsent in meinem Leben spüre. Und deshalb mussten wir uns einfach finden -weil ich glaube, dass im Leben nichts ohne Grund passiert.


Auf meine Frage, ob sie spontan Lust auf ein Interview hat, hat sie ebenso spontan mit einem JA reagiert. Was für eine Freude, sie dann live per Zoom kennenzulernen. In ihre Geschichte einzutauchen, zu erfahren, warum es genau zu ihrem jetzigen Leben gekommen ist - das ist meine Leidenschaft bei diesen Interviews. Doch seht es euch selbst an. Ihre Begeisterung, wenn sie von ihrem Leben, ihrem Herzensprojekt spricht.


Doch nun zum Interview:


Wer bist du?

Ich bin Johanna Katzera, Managerin für angewandte Gesundheitswissenschaften,

Physiotherapeutin, Autorin und Dozentin, komme aus Melsungen und lebe auf Sylt.


Stelle bitte kurz dein Herzensprojekt vor und wie es dazu kam!

Mein Herzensthema ist eine bewusste Lebensführung, das ich durch meine Bücher,

Seminare und Anwendungen in die Welt trage.


Ich wusste schon früh, dass ich Menschen dabei unterstützen möchte, sich auf das

Wesentliche zu besinnen. Meiner Meinung nach sind wir zu viel im Außen unterwegs – auch

weil es bei uns so viel gibt, was uns im Außen sein lässt (zu viel Besitz, zu viele

Möglichkeiten, zu viele Kontakte, zu viel Unterhaltung – zu viel Ablenkung). Deshalb trägt

mein drittes Buch auch den Titel „Verlauf dich nicht“.

Schon zu Schulzeiten habe ich Fächer zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Lebensführung in der Schule vermisst. Nachmittags habe ich mir dann auf- und ausgemalt, welche „Räume“ ein Mensch durchlaufen sollte, um sein Leben aufzuräumen, bei sich anzukommen und mehr Achtsamkeit für das Hier &Jetzt zu entwickeln. Also das Leben zu ordnen, seine Lebensordnung wiederherzustellen oder zu erhalten – was der äußerliche Überfluss meiner Meinung nach erschwert.


Meine mehrfachen Auslandsaufenthalte in Südamerika und bei den Aborigines in Australien

haben das für mich bestätigt.


So geht es mir heute darum, mein Leben im komplexen, schnelllebigen Deutschland

möglichst einfach zu gestalten, Selbstverantwortung zu übernehmen und dankbar zu sein.

Es macht mir viel Freude, anderen Menschen durch meine Bücher, Seminare und

Anwendungen Impulse für ein bewusstes, aufgeräumtes und positives Leben zu geben.


Wann wusstest du, dass du JETZT losgehen willst, um es zu verwirklichen?

Bei mir gab es nicht diesen einen Moment. Ich habe mich recht früh mit Themen zur

Lebensführung beschäftigt. Immer in dem Wissen, dass ich diese Themen später einmal vermitteln werde. Das war keine Entscheidung, oder kein Plan – es war für mich einfach immer klar.


Obwohl es Phasen gab, in denen ich mein Lebenspuzzle selbst nicht verstanden habe: Hier Physiotherapie, da fremde Kulturen; hier Gesundheitsmanagement, da Fotografie und Schreiben; hier Sylt und da eine einfache Lebensweise.

Erst im Rückblick machte das für mich selbst Sinn.


Was war der ausschlaggebende Faktor?

Bei mir gab es keinen Schicksalsschlag oder das Gefühl, nicht auf dem richtigen Weg zu sein. Die Themen begeistern mich schon immer.

Spannend finde ich, dass ich nach dem Ende der Beziehung (für die ich nach Sylt gezogen bin) an jedem Tag überlegt habe, ob ich die Insel wieder verlassen sollte. Neben einem tollen Freundeskreis war es vor allem die Intuition, dass ich nicht gehen darf, ehe ich nicht das erste Seminar gegeben habe – denn Sylt ist der perfekte Rahmen für „meine“ Inhalte.


Was denkst du, was dich von anderen Bloggern / Autorinnen zu Achtsamkeit unterscheidet?

Es ist wohl der persönliche Lebensweg, durch den sich alle unterscheiden, auch wenn sich die Inhalte gleichen. Er ist es, der die Art und Weise beeinflusst, wie man die Themen vermittelt.

Meine Auslandsaufenthalte und die Arbeit mit Menschen in ärmsten Verhältnissen haben mich sehr geprägt. Dies umspielt wohl zwischen den Zeilen meine Inhalte.


Wenn du 3 Tipps zum Thema Achtsamkeit geben könntest, welche wären das? 

  1. Nimm deine Atmung wahr – so kommst du unmittelbar in Kontakt mit dir.

  2. Mach digitale Auszeiten – sie sind der Gegenspieler zu einer achtsamen Haltung.

  3. Bau dir kleine Eselsbrücken, die dich daran erinnern, achtsam zu sein (z.B. immer beim morgendlichen Aufstehen, immer beim Bezahlen, immer wenn du eine Tür öffnest etc.).


Wo fängt man am Besten an, achtsam zu werden/zu leben?

Direkt beim Aufstehen. Der Morgen bringt uns in eine bestimmte Frequenz, mit der wir den Tag erleben. Sich nach dem Aufstehen einen Augenblick lang achtsam auf das Hier und Jetzt zu besinnen, auf den heutigen Tag auszurichten und eine bestimmte Geisteshaltung

einzunehmen, kann den ganzen Tag zum Positiven verändern.


Welche Pläne für die Zukunft hast du noch?

Ich möchte das weiterverfolgen, was ich aufgebaut habe: Schreiben, Vorträge und Seminare halten.


Wo findet man dich? (Website, Instagram, Facebook usw.)

Auf meiner Website: https://einfachachtsam.de/.

Auf Instagram unter https://www.instagram.com/einfachachtsam/,

bei Facebook hier: https://www.facebook.com/einfachachtsam/ und bei Xing.


Gibt es ein Buch, das dein Leben verändert hat?

Nicht wirklich. Wenn ich darüber nachdenke, dann vermutlich Die Kraft des positiven Denkens* von Norman Vincent Peale. Es ist nicht so, dass ich dieses Buch unbedingt empfehlen würde. Aber es ist mir, ich war noch recht jung, in die Hände gefallen und ich habe damals verstanden, welche große Macht unser Geist hat. Ein Thema, das ich heute in

meinen Seminaren und Büchern vermittle.

Welchen Podcast kannst du empfehlen?

Dafür höre ich zu wenig Podcast. Mich überfordert die Flut an Möglichkeiten …


Gibt es DIE eine Routine, die du täglich anwendest?

Ich schreibe jeden Abend Tagebuch.


Hast du ein Lebensmotto?

Ja, so beginnt auch mein erstes Buch „Schlaflos in der Regenzeit“:

„Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden: Wir mögen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht“

von Ralph Waldo Emerson


Wenn es in uns selbst nicht schön ist, ist es ganz egal, wo wir sind und was im Außen vielleicht Gutes passieren mag – es wird uns nie wirklich erreichen können.



Was für eine spannende Frau, oder? Ich finde, dass sich in Johannas Lebensweg ganz deutlich zeigt, dass alles im Leben aus einem bestimmten Grund passiert, dass Dinge geschehen, damit wir letztendlich genau da ankommen, wo wir landen sollen. Ist es Bestimmung? Oder Schicksal? Nenne es, wie du möchtest. Ich glaube daran, dass wir genau so bei uns selbst landen! Und ist das nicht das Ziel? Bei uns anzukommen, egal, wo wir gerade auf der Welt "zu Hause" sind?

Liebe Johanna, ich danke dir für dieses wunderbare Interview. Für dieses Gespräch, in dem du uns mit nimmst in dein Leben, in deine Vergangenheit, auf deinen Weg zu dir selbst!

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für deine Zukunft - und ich werde dich definitiv einmal auf Sylt besuchen. Vielleicht ist er auch ein Stück meines Lebensweges ;)


Aufgeräumte Grüße,

Petra


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